Österreich setzt intensive kulturelle Zusammenarbeit mit Ungarn fort
11.05.2000
Wien, 11. Mai 2000 - Die kulturelle Zusammenarbeit mit Ungarn wird auf allen Gebieten weiterhin intensiv fortgeführt. Dies erhielt die Leiterin der Kulturpolitischen Sektion im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, Dr. Monika Kalista, bei ihrem Arbeitsbesuch in Budapest am 11. Mai von politischer, wissenschaftlicher und kultureller Seite bestätigt. Sie führte Gespräche mit Staatssekretär Dr. Laszlo Baan im Kulturministerium, stellv. Staatssekretär Dr. Laszlo Imre Komlosi im Unterrichtsministerium und Generaldirektor György Szabo im Aussenministerium. Darüber hinaus traf Kalista mit dem Rektor der Technischen Universität, Prof. Detreköi, dem Vizerektor der Wirtschaftsuniversität Budapest, Prof. Temesi, dem Leiter des Germanistischen Lehrstuhls am ELTE, Prof. Manherz, sowie mit Generalsekretär Kroo von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften zusammen.
Ein wichtiger kulturpolitischer Schwerpunkt dieses Jahres ist das ungarische Millenium (1000 Jahre König Stefan, ungarisches Königreich, Christianisierung Ungarns), zu dem eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen im ganzen Land von Jänner 2000 bis Mitte 2001 stattfindet.
Im Rahmen des ungarischen Milleniums treten am 3.6. die Wiener Philharmoniker auf. Das Konzert wird von den in Ungarn tätigen österreichischen Firmen gesponsert. Ebenfalls im Rahmen des Milleniums nimmt das österreichische Hagenquartett an dem Musikfestival "Europa Musicale 2000" im Juli mit Unterstützung des österreichischen Kulturinstituts Budapest teil. Die Ausstellung "Tu felix Austria" soll ab 21.9.2000 im Museum der Schönen Künste in Budapest gezeigt werden. Die Präsentation der Ausstellung "Erinnern" (Grafik von Stefan Hilge) im Jüdischen Museum Budapest ist geplant. Für das Frühlingsfestival 2001 wird eine Aufführung des Oratoriums Kabbalah von René Clemencic ventiliert.
Am 1. Jänner 2000 wurden 60 Universitäten und Hochschulen zu 30 Institutionen in Ungarn zusammengelegt. Die Zusammenarbeit auf dem gesamten Bildungssektor mit Österreich ist intensiv. Seitens des Kulturinstituts ist eine Fortsetzung der erfolgreichen Organisation von Theater/Tanz-workshops an Schulen und Pädagogischen Hochschulen beabsichtigt. Sehr enge Kontakte gibt es auch im grenznahen Bereich und auf regionaler Ebene, wie in der Arbeitsgemeinschaft Donauländer, in der ARGE Alpen-Adria, und zwischen den Bundesländern Burgenland und Steiermark mit Nachbarkomitaten.
Das österreichische Kulturinstitut in Budapest wird seit einem halben Jahr von Fr. Dr. Barbara Lee-Störck geleitet. Sprachkurse bietet das Österreich-Institut unter der Leitung von Fr. Mag. Karin Nöckler. Die österreichische Schule Budapest mit ihrer Oberstufe, gegründet 1990 unter der Direktorenschaft von Mag. Alexander Kulman und die österreichisch-ungarische Europaschule für die Volksschule und Unterstufe, gegründet 1995, unter der Leitung von Alfred Brychta sollen Ende Juni auf einer Liegenschaft örtlich zusammengefasst werden.
