Eröffnung des Symposiums "Kultur und Nachbarschaft" an der Universität Klagenfurt
29.05.2000
Klagenfurt, 29. Mai 2000 - Heute eröffnet die Leiterin der Kulturpolitischen Sektion im Außenministerium, Monika Kalista, gemeinsam mit dem Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften, Friedbert Aspetsberger, das zweitägige Symposium "Kultur und Nachbarschaft", welches die Universität Klagenfurt in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium veranstaltet.
Ausgehend von konkreten Fragestellungen und Erfahrungen aus den Schwerpunktbereichen Literatur, Medien und Wissenschaft beleuchten die Referenten bei dieser Veranstaltung diverse Aspekte der kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Nachbarschaft. Ziel ist es, anhand von zahlreichen Beispielen, vor allem aus Österreich und den Nachbarländern im Adria-Raum, Gemeinsamkeiten, Kontakte und Konflikte zwischen Menschen aus benachbarten Regionen und zwischen Vertretern unterschiedlicher Gruppen und Kulturen innerhalb einer Region herauszuarbeiten. Referenten sind Generaldirektor Klaus Schumann vom Europarat in Strassburg und Helfried Carl, Vertreter des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina sowie namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und den Medien wie Claudio Magris, Jacques le Rider und Samo Kobenter.
Die Vorträge wurden so konzipiert, daß unterschiedliche Aspekte der kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Beziehungen thematisiert und verschiedene aufeinander bezogene Problemfelder diskutiert werden. Es handelt sich dabei durchwegs um Themen, die zu der europäischen Erweiterungsdebatte gehören, in der tagespolitischen Diskussion aber oft zu kurz kommen.
Die Tagung in Klagenfurt ist somit eine weitere wichtige Etappe des Follow-up Prozesses für die Wiener Konferenz vom September 1998, bei welcher Experten aus 25 europäischen Staaten in der Wiener Hofburg zusammengekommen waren. Bei der Konferenz, welche im Rahmen des österreichischen EU- Ratsvorsitzes veranstaltet wurde, waren Schlußfolgerungen erarbeitet worden, die als "Wiener Deklaration zu Multikulturalität und Multiethnizität in Mittel-, Ost- und Südosteuropa" angenommen wurden.
