Schüssel fordert: Wichtige Kulturfragen auf europäischer Tagesordnung.
18.08.1999
Europa ist eine starke Wirtschaftmacht geworden und bereitet auch eine gemeinsame Außen- und Verteidigungspolitik vor, was aber fehlt, ist eine europäische Kulturantwort. Dies sagte Vizekanzler und Außenminister Wolfgang Schüssel zur Eröffnung des internationalen Symposiums "Standort Europa - die Zukunft europäischen Denkens in einer globalisierten Welt". Aufgabe der Europäer sei es, die wichtigen Fragen, welche immer wieder von Kulturvertretern und Intelektuellen gestellt werden, auf die europäische Tagesordnung zu setzen" fuhr Schüssel fort.
Das Salzburger Symposium geht auf eine Initiative von Außenminister Schüssel während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft zurück. Es wird vom Außenministerium dem Bildungshaus St. Virgil und dem Salzburg-Seminar Leopoldskron gemeinsam organisiert. Schüssel wies auf die vielfältigen Aufgaben der Europäischen Union hin und meinte, daß zum Beispiel das Konzept der wechselnden Kulturhauptstädte ausbaufähig wäre. Die Kunst- und Kulturproduktion könnte europaweit durch eine Art "Kultur-Euro" finanziert werden.
