Klein- und Leichtwaffen
Destabilisierende Anhäufungen und Transfers von Kleinwaffen und leichten Waffen (KLW) stehen in engem Zusammenhang mit der zunehmenden Zahl von internen Konflikten, einer hohen Gewaltrate sowie Verbrechen auch nach Beendigung eines Konflikts. Die Anhäufung von KLW löst solche Konflikte zwar nicht aus, erhöht aber in einer konfliktträchtigen Situation die Wahrscheinlichkeit einer gewalttätigen Eskalation. Über 90% der Opfer der mit KLW assoziierten Zwischenfälle sind Zivilisten, 80% davon Frauen und Kinder. Mit ca. 500.000 Opfern pro Jahr werden KLW zunehmend als die eigentlichen Massenvernichtungswaffen bezeichnet.
Österreich verfolgt das Ziel, die katastrophalen Folgen dieser Waffengattung einzudämmen und setzt sich dafür in den zuständigen Gremien der Vereinten Nationen (v.a. im 2001 verabschiedeten Aktionsprogramm gegen den illegalen Handel mit KLW) sowie in anderen multilateralen Zusammenschlüssen ein. Im Frühjahr 2010 fand in New York die 4. Biannuale Überprüfungskonferenz des UN-Aktionsprogrammes statt, welche die bisherige Schwerpunktsetzung bestätigte.
Zusätzlich ist Österreich bemüht, durch individuelle Beiträge direkt zu helfen, insbesondere in Afrika, dem am stärksten von der Problematik betroffenen Kontinent. Die von Österreich geförderten Projekte dienen u.a. dem Aufbau von Kapazitäten zur Bekämpfung (des illegalen Handels mit) von KLW in Westafrika, dem Kampf gegen illegale Vermittlungsgeschäfte in Afrika und der Ausarbeitung eines Waffenkontrollvertrags in Zentralafrika. Daneben fördert Österreich die fachgerechte Zerstörung von KLW und ihrer Munition in der Ukraine, Kasachstan und Albanien.
