Friedrich Bauer
Russische Umbrüche. Von Gorbatschow über Jelzin zu Putin
Erscheinungsjahr: 2008, ISBN 978-3-200-01270-7, Wien: Verlag Vereint

- Buchcover Russische UmbrücheBild: Vereint Verlag
Inhalt:
Im Jahr 1990 sind alle Lebensbereiche in der UdSSR in der Krise. Die Reformen Gorbatschows greifen nicht. Seine Bestrebungen, den im Kommunismus straff gelenkten Staat in eine Föderation umzuwandeln, scheitern. Der August-Putsch 1991 bringt Jelzin an die Macht. Er ist die treibende Kraft hinter der Auflösung der Sowjetunion.
Jelzins Schockreform führt zur Megainflation und der Vernichtung aller Ersparnisse. Es ist die Zeit der Entstehung unvorstellbar großer Vermögen in den Händen weniger und der un-vorstellbaren Verarmung vieler. Im August-Krach 1998 platzt die ökonomische Seifenblase. Russland taumelt von der Krise ins Chaos. Bei Jelzin bricht Ratlosigkeit aus. Im Jahr 2000 beginnt die Ära Putin. Seine vordringliche Aufgabe ist die Stärkung des zerfallenden Staates und die Sicherung der territorialen Integrität. Er muss den Russen verlorenes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl wiederbringen und die Rolle Russlands in der Welt wiederherstellen.
Im Jahr 2008 kann Putin auf eindrucksvolle wirtschaftliche Erfolge verweisen, die im Westen oft wegen demokratiepolitischer Defizite kleingeredet werden. Erreichtes und Versäumnisse werden gleichermaßen aufgezeigt, ebenso die noch zu bewältigenden gewaltigen Probleme.
In der rasch heranwachsenden Mittelschicht sieht der Autor die zukünftigen Träger von Demokratie und Rechtsstaat. Er plädiert für Geduld mit einer Entwicklung, für die der Westen nicht ohne Irrwege hundert Jahre Zeit hatte.
